Anja Steinbach • Mathematikerin Forschung & Lehre 

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Anja Steinbach • Ziele von Lehre
Gestaltung von Lehre

Ziele des Mathematikstudiums
Das Ziel eines jeden Studiums ist die Vorbereitung der Studierenden auf ein berufliches Tätigkeitsfeld. Dafür sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden zu vermitteln, die die Absolventen zu wissenschaftlichem Arbeiten, kritischem Denken und verantwortlichem Handeln qualifizieren.
Der Erwerb von Fachwissen im Mathematikstudium geht einher mit der Schulung des Denkvermögens, der Förderung der Kommunikationsfähigkeit sowie dem Erlangen expliziter Qualifikationen für das spätere Berufsleben. In hochindustrialisierten Ländern nimmt Bildung eine Schlüsselrolle für die Entwicklung des Einzelnen, der Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt ein.

Mathematisches Denkvermögen beinhaltet logisches, analytisches und strukturiertes Denken, desweiteren die Fähigkeit je nach Kontext zu abstrahieren oder zu konkretisieren, den Blick für das Wesentliche zu besitzen und Analogien zu erkennen.
Allgemeines Denkvermögen umfaßt Konzentrationsfähigkeit, Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit. Fachliche Informationen müssen aufgenommen, verstanden und geordnet werden. Das Studium soll Lernbereitschaft, Interesse an der Sache, Eigeninitiative, Kreativität und Durchhaltevermögen fördern.

Qualifikationen für das Berufsleben
Kommunikationsfähigkeit und Teamorientierung gewinnen im Berufsleben zunehmend an Bedeutung. Die Studierenden müssen daher in der Darstellung wissenschaftlicher Information (in Wort und Schrift) geschult sowie zur Zusammenarbeit mit anderen ermutigt werden.
Mathematische Disziplinen, die in der Praxis Anwendung finden, etwa Kryptographie, Codierungstheorie oder Computeralgebra, sollten soweit wie möglich in die zu vermittelnden Inhalte einbezogen werden.
Eine explizite Berufsqualifikation ist der sichere Umgang mit neuen Medien. Dieser beinhaltet die multimediale Präsentation von Ergebnissen, die Verwendung des Internets als Kommunikationsplattform sowie die Anwendung oder Programmierung fachspezifischer Software.

Fazit
Die Studierenden der Mathematik erwerben bewußt und auch unbewußt über mathematisches Fachwissen hinaus wichtige Qualifikationen für ihren Einsatz in den unterschiedlichsten Branchen.
Den Studierenden sowie interessierten Abiturienten müssen die oben genannten (Aus-)Bildungsziele und die daraus resultierenden guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt bewußt gemacht werden. Nicht zuletzt profitieren auch die Fachbereiche durch steigende Mittelzuweisungen von attraktiven, ausgelasteten Studiengängen.

Linden, 09.05.2002 Anja Steinbach

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